Wie ja schon gesagt war ich auf Backpacking-Tour in Laos. Den Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes zufolge ist eine Reise dahin nicht gerade die beste Idee. Wir haben es trotzdem getan:-)
Mit meinen 2 deutschen Mitbewohnern Markus und Howe, 2 Schweden Emma und Erhan und Santu, einem Finnen bin ich von hier nach Bangkok geflogen. Dort sind wir dann mitten in der Nacht zu nem großen Busbahnhof um weiter Richtung Norden zu reisen. Nach zähen Verhandlungen (über eine Stunde) haben wir uns dann aber aus Zeit- und Bequemlichkeitsgründen gegen den öffentlichen Bus und für nen Minivan entschieden. Die Fahrt hat 12 Stunden gedauert und wir waren froh als wir in Chiangkong, wo ein Grenzübergang zu Laos ist, waren.
Die Grenze bestand aus einem kleinen Holzhäuschen und nach der Passkontrolle mussten wir mit nem kleinen Boot den Mekong überqueren. Jetzt waren wir in Laos, natürlich nicht ohne eine anständige Passkontrolle und Visum (das natürlich gekostet hat)!
In Houayxa, dem Grenzdörfchen haben wir dann die erste Nacht verbracht. Am nächsten morgen wollten wir sofort mit nem "Speedboat" weiter. War echt der Hammer, die Dinger sind richtig klein und absolut nicht komfortabel. Wir alle mussten Helme sowie Schwimmwesten tragen. Bei der Geschwindigkeit war das auch besser...die gingen ab wie Sau!
War sehr beeindruckend und man bekam deutlich veranschaulicht das 80% des Landes noch nicht erschlossen sind und aus Urwald bestehen. Ich war echt froh als wir angekommen sind. Nach einigen Stunden auf nem Holzbrettchen zusammengekauert zu sitzen tat es gut mal wieder aufrecht laufen zu können. Aber ich glaub ich würd es wieder machen:-)

In Luang Prabang haben wir dann erstmal ne Lao Massage genossen! Danach sind wir in ne Bar, die aber in Laos alle um 12Uhr zumachen müssen (Laos ist halt doch noch ziemlich kommunistisch geprägt auch wenn es ja offiziel die "Demokratische Volksrepublik Laos"ist. Aber wenn ich mich richtig erinnere funktioniert Demokratie mit einer Partei nicht...)! Am nächsten morgen sind wir dann zu nem abegelegenen Ort mit vielen kleinen Wasserfällchen gefahren.
Elephanten waren auch da, die sind dann später auch noch ins Wasser gekommen. Wir haben uns das aber eher aus sicherer Entfernung angeschaut. Als dann einer noch reingesch... hat (und das ist ne ganze Menge) haben wir uns entschieden zu gehen!!!:-)
Naja, sind nicht deshalb gegangen. Wir wollten weiter nach Vangviang und haben den öffentlichen Überlandbus genommen. Zu unserem erstaunen ist der sogar pünktlich abgefahren. Klimaanlage gabs nicht, komfortable Sitze und Platz waren Mangelware. Dafür gabs jedemenge Schweißgeruch und fremde Ellbogen in den Rippen für umsonst.
Sogar im Mittelgang sassen Leute auf kleinem Plastikstühlchen. Und so waren letztenendes in nem Bus für 50 Personen an die 65. Da Laos ein sehr bergiges Land ist schlängelte sich der Bus für die nächsten 8 Stunden auf schmalen Strassen durch die wilde Landschaft wobei es stetig auf und ab ging. Nicht selten ging es direkt neben der Strasse steil bergab. Die abgefahrenen Reifen, die quitschenden Bremsen und die nichtvorhandenen Leitplanken gaben uns Grund zur Besorgnis. Aber trotzdem sind wir gut in Vangviang angekommmen.
Vangviang ist sowas wie die Touristenstadt hier. Man trifft doch einige andere Backpacker und so gibt dann doch einige Dinge zu erleben. Wir entschieden uns für eine Tour auf alten Reifen auf nem Fluss. Hier konnte man viel Blödsinn machen und die Einheimischen haben jede Menge Zeug gebaut um Spass zu haben. So gab es Seilbahnen ins Wasser, lange Seile an denen man sich schwingend in den Fluss stürtzen konnte und jede Menge Bars.
Da eine Woche aber doch sehr kurz ist gings auch gleich schon weiter - mit dem Kajak nach Vintiane! War teilweise sehr anstrengend und manchmal auch gefährlich. So sind in manchen Stromschnellen doch einige gekentert. Aber so wild war der Fluss dann doch nicht. Haben dann irgendwo am Flussrand ne kleine Mittagspause gemacht und gegrillt.
Danach gings mit neuer Kraft weiter und irgendwo wurden wir dann von nem Bus abgeholt der uns noch die restliche Strecke gefahren hat.
In Vintiane haben wir uns dann Mopeds gemietet. Die wollten nichtmal ein Führerschein sehen! So haben wir dann auf eigene Faust die Stadt erkundet. Das beeindruckendste Bauwerk hier ist ein goldener buddhistischer Tempel, der gleichzeitig Nationalsymbol ist. Überhaupt muss man sagen hier gibt es an jeder Ecke Tempelanlagen und Mönche laufen hier rum wie Sand am Meer. Haben auch noch ein par Märkte besucht was auch immer ganz spassig ist, dort ist man als Europäer ne Rarität.

Howe und Santu durften auch noch gleich ne Strafe bezahlen da sie angeblich falsch abgebogen sind, war nur komisch da das alle so gemacht haben. Obwohl beide zusammen 5 verschiedene Sprachen beherschen gab es keine gemeinsame Sprache um zu kommunizieren. Aber der Polizist verlieh seiner Forderung mit nem AK-47 Maschinengewehr Nachdruck und so bezhalten die 2 mal lieber.
Dann war unsere Zeit in Laos auch schon um. Wir sind dann mit nem Nachtbus zurück nach Bangkok. Der war echt komfortabel. Wir sind morgens um fünf angekommen und haben uns dann nochmal für 3 Stunden schlafen gelegt. Danach gabs ne Stadtrundfahrt in nem Tucktuck und ein bisschen shopping. Abends haben wir dann voll das nightlife mitgenommen und auch noch andere Studenten aus Macao getroffen die in Thailand waren. Am nächsten morgen um 7Uhr gings dann zum Flughafen und zurück nach Macau wo Gruppenarbeiten und Hausarbeiten warten:-(
War ne geile Woche in der wir mal was total anderes gesehen haben. Laos hat eine tragische Geschichte, während des Vietnamkriegs wurden von den Amerikanern mehr Bomben abgeworfen als während des 2. Weltkrieges auf Deutschland und Japan zusammen. Das macht Laos zu einem der meist bombadierden Länder der Erde. Demzufolge haben die Leute in Laos zwar nicht viel und leben sehr einfach, sind aber stets freundlich gewesen und haben eine ungemeine Lebensfreude.